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Düppelstrasse – 04.07.2026

Heute waren wir wieder mit dem ArztMobil in der Düppelstraße unterwegs.
Was uns heute am meisten beschäftigt hat, war ein Patienten mit einer schwer infizierten Wunde am Unterschenkel. Aus fachlicher Sicht hätte diese Infektion dringend stationär behandelt werden müssen. Trotzdem hat er die Einweisung ins Krankenhaus abgelehnt.
Nicht aus Gleichgültigkeit. Sondern aus Angst.
Angst, abgeschoben zu werden. Angst, im Krankenhaus nicht behandelt zu werden. Angst vor einem System, dem er nicht vertraut.
Wir haben lange mit ihm gesprochen, aufgeklärt und versucht, ihm diese Angst zu nehmen. Am Ende blieb seine Entscheidung bestehen. Genau solche Momente zeigen, dass Medizin allein manchmal nicht ausreicht. Wenn Angst größer ist als die Gefahr einer schweren Infektion, stehen wir oft machtlos daneben.
Diese Einsätze zeigen, wie eng Medizin, soziale Not und psychische Belastungen miteinander verbunden sind. Vertrauen aufzubauen braucht Zeit – und genau dieses Vertrauen ist oft der erste Schritt, um überhaupt medizinische Hilfe annehmen zu können.
Ein herzliches Dankeschön an die Viromed GmbH aus Rellingen, insbesondere an Uwe und sein Team, für die Unterstützung. Dank euch können wir künftig beim ArztMobil auch die Kaltplasmatherapie in die Versorgung schwer infizierter Wunden integrieren und damit unsere Behandlungsmöglichkeiten sinnvoll erweitern.
Manchmal können wir einen Menschen nicht sofort überzeugen. Aber wir können ihm zeigen, dass wir ihn nicht aufgeben.
Heute haben gearbeitet: Julia, Levke, Aleks und Lars.