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Düppelstrasse – 16.08.2025

Heute war chirurgischer Großkampftag an unserem Standort in der Düppelstraße: im Bus wurden Rücken- und Knieschmerzen „weggespritzt“, es wurde am laufenden Band getaped, es wurden Fäden gezogen, Klammern entfernt, Rippenbrüche behandelt, tiefe und eitrige Wunden versorgt. Gottseidank hatten wir ausreichend Material dabei.
Wunden, die nicht regelmäßig behandelt werden, lieben sommerliche Temperaturen und explodieren dann gerne mal.
Patient versorgt, raus aus dem Bus. Schnell alles desinfizieren und säubern, und weiter ging es mit dem nächsten Bein.
Einen Patienten mussten wir zur stationären Behandlung ins Krankenhaus schicken. Sein Bein ist so massiv entzündet, dass er es vielleicht verlieren wird. Solch schwere Verläufe können wir ambulant- und bei Menschen, die auf der Straße leben, und denen regelmäßig alle Sachen und auch die für sie so wichtigen Antibiotika gestohlen werden – nicht verantworten.
Was gab‘s noch? Hodenbruch, Hautekzeme, Zahnschmerzen, innere Unruhe, psychische Auffälligkeiten, Atemprobleme, Suchtprobleme…
Wir hatten alle Hände voll zu tun.
Trotzdem blieb auch Zeit für das ein oder andere Gespräch, was für viele unserer Patienten genauso wichtig ist wie die medizinische Behandlung.
Denn sie werden in unserer Gesellschaft häufig an den Rand gedrängt: zu nervig, zu kaputt, zu laut, zu „unnormal“.
Heute haben gearbeitet: Mae, Maja, Jens und Levke, mit großartiger Unterstützung durch unseren Christian.
Und alle haben sich über das leckere Essen der Mobilen BullySuppenKüche gefreut. Herzlichen Dank!