
Düppelstrasse- 22.08.26
Wie jeden Samstag, seit vielen Jahren, sind wir heute mit unserem ArztMobil an der Düppelstraße im Einsatz gewesen. Die Hitzewelle scheint endgültig vorbei zu sein, und das Wetter zeigt sich wechselhaft. Immer wieder fallen Regenschauer, weshalb es heute nicht allzu viel zu tun gibt.
Wir kümmern uns um chronische Wunden, die an diesem Standort oft durch intravenösen Drogenkonsum verursacht werden. Die Utensilien, die Hände und die Substanzen sind nicht sauber, geschweige denn steril, was schnell zu Abszessen führt. Aufgrund ihrer Abhängigkeit ist die Selbstfürsorge der Menschen oft unzureichend, sodass medizinische Hilfe häufig erst spät in Anspruch genommen wird.
Für jemanden, der nicht betroffen ist, ist es schwer vorstellbar, wie es so weit kommen kann. Die Droge und die Sucht dominieren alles, und die Betroffenen können oft nicht anders handeln. Erst wenn sie vielleicht irgendwann den Schritt wagen, das Suchthilfesystem aufzusuchen, können sie Hilfe erhalten.
Suchthilfe hat viele Facetten. Nicht jeder wird in der Lage sein, sich zu stabilisieren, aber zumindest kann versucht werden, weiteren Schaden abzuwenden.
Heute im und vor dem ArztMobil: Rüdiger, Bente, Nicola und unser Christian.
