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Haus Betlehem – 30.01.022

Bei – gottseidank – trockenem Wetter mit stürmischem Wind machten wir unserer Klientel vor dem Haus Bethlehem unsere Aufwartung. Entgegen dem stürmischen Wind war der Andrang am „Futternapf“ im Hause Bethlehem deutlich größer als bei uns. Zu unserer Überraschung wollte so mancher Patient seinen Platz in der Warteschlange nicht riskieren, kam also nicht in unser ArztMobil, sondern beklagte seine Beschwerden vor dem Mobil und wir gewährten unsere Hilfe unter Wahrung größtmöglicher Diskretion. Es waren erfreulicherweise in der Tat Probleme, die keinen größeren Untersuchungsaufwand etc. erforderten, sondern sich im leisen Gespräch und mit einem Griff in die Medikamentenschublade erledigen ließen. Die ernsteren Dinge fanden dann doch ihre Erledigung im ArztMobil. Außerdem konfrontierte die Eine oder Andere wieder mal mit aggressivem Vortrag und Verschwörungstheorien zu Corona und Nazimethoden. Hier wurde der ärztlich-pflegerische Geduldsfaden bis aufs äußerste strapaziert. Aber Toleranz ist nun mal gerade das Zulassen und Ertragen auch einer anderen Meinung, sei sie noch so abstrus, solange es nicht in persönliche Beleidigung durch den Probanden ausartet. Hier war es heute mal wieder hart an der Grenze des Möglichen. Aber auch dieser Augenblick ging nach ein zwei Wiederholungen vorüber.
Dann zurück in den Stützpunkt, Auffüllen des ArztMobils, soweit unsere Vorräte es zuließen, Notieren, was noch besorgt werden muss, Reinigen der Fahrzeuge, noch ein wenig miteinander reden, in dieser sehr netten Besetzung haben wir noch nie zusammen gearbeitet, ein Getränk, ein paar Süssigkeiten, zu guter letzt die gelben Säcke rausstellen und mein meditatives Ausfegen der Räumlichkeiten. Abschließen und arrividerci bis zum nächsten Mal.
Nicht nur unsere Patienten waren heute sehr dankbar, auch uns schenkt es eine nicht zu unterschätzende Befriedung, so helfen zu dürfen und dies auch zu können.

Im Team waren heute Lisa, Björn, Linus und Günther.