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Reeperbahn und Hafenstrasse – 01.03.2026

Das Leben auf der Straße ist brutal, besonders im Winter. Die Sonne und die steigenden Temperaturen in den vergangenen Tagen lassen die Menschen, die bei uns in Hamburg auf der Straße leben, ein wenig aufatmen. Trotzdem bleibt für obdachlose Menschen der Zugang zu medizinischer Versorgung oft versperrt – aus Scham, aufgrund fehlender Krankenversicherung oder schlichtweg aus Angst ggf. abgewiesen zu werden. Als mobile Arztpraxis bringen wir Hilfe direkt zu den Menschen, die sie am dringendsten benötigen und versuchen, eine Lücke im Gesundheitssystem zu schließen.
Unser Team besteht größtenteils aus Ärzt*innen, Sanitäter*innen und Pflegekräften, wir alle arbeiten ausschließlich ehrenamtlich.

Oft ist das Gespräch, das Zuhören und das Zeigen von Respekt genauso wichtig wie die medizinischen Maßnahmen selbst.
Durch das Leben auf der Straße entstehen häufig chronische Wunden, Infektionen oder Hauterkrankungen, die intensiv behandelt werden müssen.
Besonders jetzt in der kalten Jahreszeit sind Husten, Schnupfen und schwere Atemwegsinfektionen an der Tagesordnung.

Bei unseren Einsätzen haben wir immer viel frisches Obst, belegte Brote, Nüsse und warmen Tee dabei.
Auf der Reeperbahn haben heute Uta und Okxana ca. 130 Tüten davon verteilt.

Wir versuchen, jedes Wochenende unseren Patienten etwas Hoffnungslosigkeit zu nehmen, Verlässlichkeit zu geben und ihnen das Gefühl zu vermitteln, gesehen zu werden.
Heute waren Michael, Mats, Paul und Mirja dafür im Einsatz.