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TAS Spaldingstrasse- 01.11.26

Heute standen wir mit dem Arztmobil vor der Tagesaufenthaltsstelle in der Spaldingstraße. Neben der üblichen medizinischen Versorgung (die Erkältungszeit ist in vollem Gange) hatten wir heute die Ruhe, uns mit einigen Patienten länger zu unterhalten. Einer hat seinen Job verloren, vom Gehalt der letzten drei Monate hat er nichts gesehen. Dagegen wehren kann er sich nicht, Schwarzarbeit. Dumm gelaufen. Also weiter suchen, wie verdient man sein Geld, wo kommt die nächste Mahlzeit her? Dem Nächsten wurden der Schlafsack und seine Isomatte geklaut. Schade, sagt er, sie waren recht neu. Jetzt schläft er auf Pappe, über der er eine Rettungdecke gelegt hat. „Das hält richtig warm!“ Man kann es sich nur ausmalen.
Ein weiteres Thema heute war die Obdachlosigkeit bei Frauen. Die Wachsamkeit, die für ein Leben auf der Straße notwendig ist, ist bei ihnen noch intensiver. Jede Begegnung, jeder Moment der Ruhe und Unaufmerksamkeit kann gefährlich für sie sein. Häufig merkt man ihnen das nicht an, nur die Augen sehen müde aus. Fast unsichtbar bewegen sie sich durch die Stadt.
Man sieht seinem Gegenüber nicht immer an, was sie oder er gerade durchmacht – manchmal sollten wir uns vielleicht mehr daran erinnern.
Heute: Barbara, Tom und Mae