
TAS Spaldingstrasse – 06.09.2026
Der Regen hat aufgehört. Endlich. Ich erinnere mich an meinen „Nachbarn“ M., der 2 Jahre in meiner Nachbarschaft auf einem Haufen gesammelter Schätze lebte. Hartgesotten, auch im Winter konnten wir ihn nicht überzeugen, ins Winternotprogramm zu gehen. Aber eines Tages, nach dauerndem Sturzregen, gab er auf. Das ganze Hab und Gut durchnässt, ohne eine Möglichkeit, es zu trocknen, zermürbt, ist oft schlimmer als Kälte. M. ging damals in die Unterkunft. Und war zurück, als der Regen aufhörte…
Die Sonne entspannte die Situation an der Spaldingstraße heute. Das gab uns Zeit, die vielen, vielen chronischen Wunden zu reinigen, desinfizieren und verbinden. Das können wir. Gut. Nur – wer wechselt den Verband dann? Einmal die Woche reicht einfach nicht. Und froh genug, dass wir mit Hilfe von KI die Sprachbarrieren überwunden haben, schaffen wir es nicht, die Betroffenen in weitere Hilfesysteme zu bringen. Und wer keine Versicherung hat, steht eh auf verlorenem Posten. Also arbeiten wir so gut es eben geht hinterher und versuchen unser Bestes. Nur eine kleine Hilfe, aber immerhin.
Wer die Not sieht, muss handeln!
Michael, mit Lars, Marco und Toni
