
Düppelstrasse – 31.10.26
Heute passte die Stimmung vor dem ArztMobil zu Halloween. Es war einfach nur gruselig, der Zustand einiger Patienten und teilweise auch der Umgang miteinander.
Wir hatten alle Hände voll zu tun. Der Dienst begann sehr unruhig. Es gab Streit darüber, wer zuerst an der Reihe ist und wer welche Nummer in der Reihenfolge hat. Diese Situationen konnten wir jedoch ruhig, aber bestimmt schlichten. Obst, Lebensmittel und Tee waren innerhalb kürzester Zeit verteilt.
Kurze Zeit später stand eine psychisch labile Frau vor uns. Sie trug keine Schuhe, sondern lediglich dünne, völlig durchgelaufene Socken. Sie war nicht auf der Suche nach medizinischer Versorgung, sondern benötigte dringend eine Duschmöglichkeit und warme Kleidung. Zum Glück konnte uns die TAS in der Spaldingstraße weiterhelfen.
Die nächste Patientin nahmen wir direkt von der TAS mit zum ArztMobil. Sie ist jung, schwanger und lebt auf der Straße und das bereits seit ihrem zehnten Lebensjahr.
So viel vor dem Bus zu tun war, so turbulent ging es auch im Inneren weiter. Aufwendige Wundversorgungen und die langen Wartezeiten strapazierten die Nerven der wartenden Patienten. Gegen Ende des Dienstes gab es dann noch eine handfeste Schlägerei. Worum es genau ging, konnten wir nicht feststellen. Zum Glück gelang es uns, die Situation ohne Unterstützung der Polizei unter Kontrolle zu bringen. Abgesehen von einer Schürfwunde am Knie ist glücklicherweise niemand ernsthaft zu Schaden gekommen.
Heute im Team: Antonia, Gudrun, Jan, Christian, Mindaugas und Julia
