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Düppelstrasse – 31.01.2026

Die Eiseskälte macht uns allen doch arg zu schaffen, selbst den in gesicherten Verhältnissen lebenden Helfenden. Wie bitter muss dies für Obdachlose sein, denen wir aus vollem Herzen helfen. Wirklich nachempfinden können wir deren Situation kaum. Wenn wir bei normalen Temperaturen – wie auch in den vergangenen Wintern – zu unserem Standort in der Düppelstraße kamen, selbst bei Regen, war der Platz gegenüber der Neuen Flora schon immer gut gefüllt, und wir wurden freudig erwartet. Nun bestand die wartende Menge aus lediglich drei Personen. Nach und nach kamen weitere Patienten dazu. Passend zur Kälte standen Bronchitiden und der Ausschluss von Lungenentzündungen im Vordergrund unseres ärztlichen Handelns. Hilfe war aber auch hierbei dringend notwendig. Im Gegensatz zu sonst gab es kaum Verbandswechsel. Man kann nur hoffen, dass diese Hilfebedürftigen in den über Tag geöffneten Notunterkünften eine entsprechende Versorgung erhalten und die Kälte nicht einer angemessenen ärztlichen Versorgung im Weg steht. Im Übrigen waren es die „üblichen Probleme“, die es zu versorgen galt. Medikamente mitgeben, muskuläre Probleme abklären und diese angemessen behandeln. Dabei ist auch die Gabe der Thermounterwäsche nebst Schals, Mützen und Handschuhen sehr wichtig. Bedeutsam ist es uns ebenso, ein offenes Ohr für die allgemeinen Sorgen und Nöte der Patienten zu haben, in einer Zeit, in der die Kälte der Natur mit der Kälte unserer Gesellschaft gegenüber dieser „Randgruppe“ zusammenfällt. All dies zeigt uns aber auch, wie wichtig die Hilfe unserer Follower und Donatoren ist, damit wir unseren Dienst an und für die Ärmsten der Gesellschaft leisten können. Wir sind Woche für Woche bereit und machen es sehr gerne.
Nun noch Endreinigung der Fahrzeuge und Auffüllen der Bestände, und auf ein Neues morgen!
Heute im Team: Gudrun, Tom und Günther